online | Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Architektin Gesine Marquardt, TU Dresden, 27. GG Lunch
Gesundheit und soziales Zusammenleben entwickeln sich zunehmend zu zentralen Treibern gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Innovationen. Der gebauten Umwelt kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, da Architektur das menschliche Denken, Handeln und Wohlbefinden maßgeblich beeinflusst. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Gebäude gestaltet sein müssen, um Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen. Barrierefreiheit wird damit zu einer grundlegenden Voraussetzung für gesundheitsfördernde und zukunftsfähige Gebäude.
Der Vortrag Barrierefreiheit als Voraussetzung für gesundheitsfördernde Gebäude ordnet Barrierefreiheit als zentrale planerische und gesellschaftliche Aufgabe ein, die über die Erfüllung normativer Mindestanforderungen hinausgeht. Erläutert werden die rechtlichen Grundlagen sowie die Einbettung in die aktuelle normative Landschaft, einschließlich der DIN 18040 (Teil 1 und 2) für öffentlich zugängliche Gebäude und Wohnungen. Darüber hinaus wird die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention diskutiert und zwischen Barrierefreiheit als baulich-technischem Konzept und Inklusion als umfassendem gesellschaftlichem Anspruch differenziert. Anhand von Beispielen aus dem Hochschulbau sowie unter Einbeziehung von Erkenntnissen aus dem Evidence-based Design wird gezeigt, wie barrierefreie und inklusive Gebäude Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Teilhabe fördern und zur Qualität und Zukunftsfähigkeit der Architektur beitragen.
Prof. Dr.-Ing. Architektin Gesine Marquardt ist Inhaberin der Professur für Sozial- und Gesundheitsbauten an der TU Dresden und Dekanin der Fakultät Architektur und Landschaft. Ihre Forschung und Lehre befassen sich mit barrierefreiem und inklusivem Bauen, sozialer Nachhaltigkeit sowie der Integration gesundheitsbezogener Erkenntnisse in Planung und Entwurf.
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Termin
FR | 16.01.26, 11.30 – 12.30 Uhr
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