online | Vortrag von Dr.-Ing. Gerrid Brockmann, HRI TU Berlin, 35. GG Lunch
Die Reduktion luftgetragener Krankheitserreger zählt zu den zentralen Anforderungen an die Raumlufttechnik in Gebäuden. Neben der Außenluftversorgung kommen zunehmend dezentrale Luftreinigungsgeräte zum Einsatz, um die Konzentration infektiöser Aerosole zu verringern.
Hierfür stehen unterschiedliche technische Ansätze zur Verfügung, insbesondere die Abscheidung von Partikeln mittels HEPA-Filtration sowie die Inaktivierung von Mikroorganismen durch ultraviolette Strahlung (UVC). Neben der Wirksamkeit gewinnt die energetische Bewertung dieser Verfahren zunehmend an Bedeutung.
Der Vortrag UVC oder HEPA? Energieeffiziente Luftreinigung im Kampf gegen luftgetragene Viren vergleicht die Wirksamkeit und den Energiebedarf von UVC-basierter Luftdesinfektion und HEPA-Filtration. Anhand experimenteller Untersuchungen, numerischer Strömungssimulationen und energetischer Analysen wird gezeigt, welche elektrischen Leistungen zur Erreichung vergleichbarer Reduktionsraten luftgetragener Coronaviren erforderlich sind. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bestimmung und Bewertung der erforderlichen UVC-Dosis zur Luftreinigung sowie deren Einfluss auf den Energiebedarf. Die Ergebnisse zeigen, unter welchen Randbedingungen UVC-basierte Luftreinigung energetische Vorteile gegenüber konventionellen Filtersystemen bieten kann.
Dr.-Ing. Gerrid Brockmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen Raumlufttechnik, Aerosoltransport, Luftreinigung und die energetische Bewertung gebäudetechnischer Systeme. Im Rahmen seiner Forschung untersucht er die Wirksamkeit und Energieeffizienz technischer Maßnahmen zur Reduktion luftgetragener Schadstoffe und Krankheitserreger in Innenräumen.
Termin
Fr | 25.09.26, 11.30 – 12.30 Uhr
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