online | Vorträge von Dipl.-Ing. Martin Debusmann, Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen (KKI), und Dipl.-Ing. Jens-Uwe Klinger, Berliner Wasserbetriebe, 29. GG Lunch
Energieversorgung, Gebäudebetrieb, Gesundheitsversorgung und hygienische Rahmenbedingungen sind funktional eng miteinander verknüpft. Stromausfälle, wie im Januar 2026 in Berlin, verdeutlichen die strukturellen Abhängigkeiten kritischer Infrastrukturen.
Vortrag 1 Stromausfall in Berlin – Störung, Notfall oder Krise? ordnet die Auswirkungen aus Sicht des Kompetenzzentrums Kritische Infrastrukturen (KKI) ein. Es wird beleuchtet, wie sich Einschränkungen der Energieversorgung auf Gebäudefunktionen, Versorgungsprozesse sowie den Schutz der betroffenen Menschen auswirken und welches Verhalten Betroffener zur Risikominimierung beitragen kann. Für die gesundheitlichen und versorgungsrelevanten Folgen ist dabei nicht allein das Ereignis maßgeblich, sondern die auf einer fachlichen Einordnung beruhenden ergriffenen Maßnahmen zum Schutz von Gesundheit und Versorgungssicherheit.
Dipl.-Ing. Martin Debusmann ist 1. Vorsitzender des Kompetenzzentrums Kritische Infrastrukturen (KKI) und seit 30 Jahren in der Energiewirtschaft tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Krisen- und Resilienzmanagement kritischer Energieinfrastrukturen sowie in der Vernetzung von Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Energiewirtschaft.
Vortrag 2 Notwasserversorgung einer Großstadt – Möglichkeiten und Grenzen am Beispiel Berlin beleuchtet die Auswirkungen großflächiger Versorgungsstörungen auf die Trinkwasserversorgung. Am Beispiel der Berliner Wasserbetriebe wird dargestellt, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung vorbereitet sind und welche Grenzen eine leitungsunabhängige Notversorgung besitzt. Dabei wird deutlich, dass der Schutz der leitungsgebundenen Trinkwasserversorgung zentrale Voraussetzung für die Versorgungssicherheit einer Millionenstadt ist.
Dipl.-Ing. Jens-Uwe Klinger ist Leiter der Koordination Betrieb Wasserversorgung bei den Berliner Wasserbetrieben. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Sicherstellung und Organisation der Trinkwasserversorgung einer Millionenstadt sowie in der Notfallvorsorge und Resilienzplanung für kritische Versorgungsinfrastrukturen.